Experten geben uns Recht: Unser Fahrplan für einen Wirtschaftspark mit Zukunft (statt Logistik-Wüste) (19.04.2026)
Die Entwicklung unseres 30 Hektar großen Wirtschaftsparks steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Da wir als Gemeinde aktuell intensiv an der Erstellung dieses Bebauungsplans arbeiten, entscheidet sich genau jetzt, ob Reichersberg in Zukunft von wertschöpfenden Produktionsbetrieben oder von gigantischen, automatisierten Logistikhallen („Jobless Growth“) geprägt wird. Wir von prodialog haben deshalb die Initiative ergriffen und uns in den letzten Wochen intensiv mit unabhängigen Fachexperten beraten.
An dieser Stelle möchten wir ein riesiges und aufrichtiges Dankeschön aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die absoluten Top-Experten der Republik sofort Zeit für die Anliegen einer Gemeindefraktion nehmen. Egal ob in ausführlichen, spontanen Telefonaten oder durch detaillierte schriftliche Einschätzungen – die fachliche Unterstützung war überwältigend.
Unser Dank gilt:
Prof. Arthur Kanonier (TU Wien, Raumordnungsrecht)
Prof. Christoph Badelt (Präsident des Fiskalrates)
Prof. Gabriel Felbermayr (Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO)
den Experten der Österreichischen Hagelversicherung
sowie HR Dipl.-Ing. Mandlbauer & Team (Abteilung Raumordnung, Land OÖ)
Die Warnung der Experten ist unmissverständlich
Die Rückmeldungen aus Wissenschaft und Raumordnung haben unsere schlimmsten Befürchtungen vollinhaltlich bestätigt: Ein „laxer“ Bebauungsplan ohne harte Einschränkungen ist der sprichwörtliche rote Teppich für flächenfressende Logistikzentren.
Uns wurde von wirtschaftlicher Seite klar vorgerechnet, dass solche Anlagen für eine Gemeinde langfristig ein massives Minusgeschäft sind. Die enorme Belastung der Infrastruktur und die Abnutzung unserer Straßen durch den LKW-Schwerverkehr fressen die ohnehin geringen Kommunalsteuereinnahmen (aufgrund fehlender Arbeitsplätze in automatisierten Hallen) komplett auf.
Gleichzeitig warnen die Experten für Bodenschutz und Raumordnung eindringlich vor dem unumkehrbaren Verlust von wertvollem Agrarland und dem stark steigenden Hochwasserrisiko durch gigantische Asphaltwüsten.
Die wichtigste raumordnerische Erkenntnis für uns: Ein weicher Bebauungsplan lässt sich im Nachhinein nicht mehr reparieren. Sobald Flächen verkauft sind oder eine Firma in Insolvenz geht, geben wir als Gemeinde das Steuer komplett aus der Hand. Wir haben dann keine Kontrolle mehr darüber, was in diesen Hallen passiert.
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