Gemeinderat Reichersberg lehnt Antrag gegen Logistikansiedlungen ab (17.06.2026)
Die Fraktionen ProDialog, Team Reichersberg und FPÖ brachten am 16. Juni 2025 einen Dringlichkeitsantrag gemäß § 46 Abs. 3 Oö. Gemeindeordnung ein. Der Antrag verpflichtet den Bürgermeister, in sämtlichen Gesprächen und Verhandlungen mit INKOBA (Gemeindeverbund) sowie Business Upper Austria (Biz-Up) verbindlich gegen die Ansiedlung von Logistik- bzw. logistiknahen Betrieben im Gemeindegebiet aufzutreten.


Beschlusspunkt
Der Bürgermeister wird angewiesen, in sämtlichen Gesprächen und Verhandlungen mit INKOBA sowie Biz-Up Oberösterreich verbindlich aufzutreten und ausdrücklich darauf hinzuwirken, dass im Gemeindegebiet keine Logistikbetriebe oder logistiknahen Unternehmen angesiedelt werden dürfen.
Begründende Kernaussagen
- Geringer Beschäftigungseffekt bei hohem Flächenverbrauch: Logistikzentren beanspruchen große Areale, schaffen jedoch vergleichsweise wenige Arbeitsplätze, häufig im unteren Lohnsegment.
- Begrenzter regionaler Arbeitsmarkteffekt: Ein erheblicher Anteil der Arbeitsplätze wird nicht aus dem lokalen Arbeitsmarkt besetzt.
- Verdrängung höherwertiger Nutzungen: Risiko, dass Flächen von qualifizierten, nachhaltigen Beschäftigungsformen abgezogen und damit höherwertige Nutzungen verdrängt werden.
Der Antrag wurde laut vorliegenden Unterlagen in der Gemeinderatssitzung am 17. Juni 2026 behandelt und abgelehnt; das Abstimmungsergebnis ist im beigefügten Dokument ersichtlich.
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